Damals, in Anvil

Session 78
  • Vespera hält ein Paket in ihren Händen, sie kennt ihr Ziel genau. Ein Viertel von Anvil, in dem sie eigentlich nichts verloren hat. Sie zieht ihre Kapuze tiefer ins Gesicht. In den Schatten fühlt sie sich wohl.
  • Sie sieht um die Ecke verschiedene Gestalten auf der Straße. Sie scheinen sie bisher nicht zu beachten. Ein Gasthaus scheint gut besucht zu sein. Zwei Stadtwachen biegen in die Straße.
  • Brannic schaut in die Gasse. Die Gaststätte hat in der Vergangenheit öfter Probleme bereitet. Es brodelt sich wohl wieder etwas zusammen, aber er kann die Lage nicht wirklich einschätzen. Roderick steht neben ihm, schaut aber nicht zu. Er scheint mit seinen Gedanken woanders zu sein. Brannic stupst ihn an und zeigt zur Gaststätte. Sie machen sich bereit, einzugreifen. Die Platte der Königsgarde glänzt.
  • Zwei Zwerge diskutieren lautstark. Brannic fragt, was hier los sei - die beiden Zwerge reagieren flapsig. Der Hinweis auf die Ruhestörung bringt sie nicht zur Ruhe. Roderick versucht, sich rauszuziehen, doch Brannic hält ihn in der Pflicht. Die Zwerge sind vollkommen respektlos.
  • Als Roderick eingreift, tritt Corvin dazu. Er ist deutlich größer als die beiden Wachen. Seine Frage nach dem Problem wird prompt beantwortet. Die Zwerge gehen schnell. Auch Corvin fällt auf, dass Roderick abgelenkt wirkt. Corvin übernimmt Roderick’s Schicht, woraufhin dieser ebenfalls wegläuft.
  • Corvin weist Brannic zurecht, dass er seine Autorität nicht dauernd untergraben lassen soll.
  • Edda hört die Wachen vor ihrem Fenster diskutieren. Ihre Wohnung war schon immer laut, ist sie doch direkt über der Gaststätte. Beim Blick nach draußen fällt ihr auf, dass eine der Wachen immer wieder zur Kapelle schaut.
  • Sie packt ihre Bücher zusammen und macht sich auf den Weg zu Ravina, zum Anwesen der Crimsons. Als sie in die Gasse tritt, ändert sie magisch ihre Erscheinung auf die eines alten Mannes. Alles, um den alkoholisierten Männern nicht aufzufallen.
  • Sie stolpert gegen Corvin, der sie kurz nach ihrem Weg fragt. Die Antwort stellt ihn zufrieden. Edda läuft weiter durch die Gassen, die wie üblich leer sind. Am Anwesen klopft sie, mit dem üblichen Zeichen, drei schnelle und dann zwei langsame Schläge. Ravina öffnet die Türe. Edda ist spät dran. Die große Prüfung steht morgen an.
  • Ravina ist nicht gut vorbereitet. Ein Bestehen scheint in weiter Ferne. Edda fragt, was sie bedrückt.
  • Ravinas Vater öffnet die Haustüre. Lucius Belmont tritt ein - Edda sagt zu Ravina, dass die Crimsons in letzter Zeit viel mit den Belmonts zu tun haben. Gerade ihr Vater und Lucius verstehen sich sehr gut.
  • Ravina verheimlicht, was sie bedrückt. Edda hört Fetzen aus dem Gespräch der Männer. Sie sprechen über den Geburtstag des Prinzen der Lichtfels-Königsfamilie. Die Crimsons sind nicht von der Fähigkeit des Prinzen überzeugt, sie sind skeptisch. Lucius hält sich zurück, widerspricht aber auch nicht.
  • Edda entschuldigt sich zur Toilette, doch draußen macht sie sich unsichtbar.
  • Kaelis steht in den Schatten einer Gasse. Etwas versteckt sich hinter einer Kiste vor ihm. Doch Kaelis weiß genau, was sein Ziel als Nächstes tun wird. Er nähert sich bis auf ein paar Meter entfernt, er fließt durch die Schatten.
  • Vespera kauert hinter der Kiste. Eine der Wachen lief gerade an ihr vorbei. Die Zeit drängt, sie muss zum Haus Belmont kommen.
  • Sie konzentriert sich und macht sich unsichtbar. Es gefällt ihr nicht, dass sie ihren Patron wieder nutzen muss. Damals auf der Flucht aus ihrer Heimat ist sie in einem Haus eingebrochen, um Essen zu finden. Dabei nahm sie auch eine Kette in die Hand, die dem dort wohnenden Zauberer gehörte. Seitdem begleitet sie die engelsartige Lichtgestalt.
  • Vor Kaelis verschwindet die Gestalt. Er hat es noch nicht erlebt, dass jemand einfach so verschwindet. Das scheint kein normaler Bote zu sein. Doch er weiß auch, dass Unsichtbare unvorsichtig werden. Mit scharfem Gehör nimmt er die Schritte wahr und folgt.
  • Vespera kommt ihrem Ziel näher. Das Haus der Belmonts ist eine alte Villa in gepflegter, wenn auch nicht prunkvoller Erscheinung. Die Flaggen zieren große Säulen, es wirkt einladend mit roten und blauen Farbakzenten. Das Paket wirkt sehr kompakt, sie fühlt nicht wirklich, was es sein könnte. Sie berührt ihre Kette und spürt schon, dass auch dieser Job wieder schwierig enden wird. Rein vom Gewicht ist sie allerdings sicher, dass es Bücher sein müssen.
  • Vespera umrundet das Haus Richtung Seiteneingang. Eine kleine Treppe führt direkt in die Küche. Eine gute Freundin - Hermine - arbeitet in der Küche. Bei ihrem letzten Besuch hier hat Hermine ihre Lieferung entgegen genommen.
  • Vespera teleportiert sich hinein, hinter Hermine. Sie erschrickt, nimmt sie jedoch direkt in den Arm. Vespera drückt sich weg und berichtet von ihrem wichtigen Paket von Lord Crimson persönlich. Die Belmonts sind nicht zuhause, deshalb ist die persönliche Übergabe heute schwierig. Als sie das Paket überreichen will, ritzt sie die Verpackung an. Zwei recht dicke Bücher sind zu sehen. Zahlen und Ortsnamen sind aufgelistet, es wirkt wie ein Register.
  • Vespera fragt, ob Lord Belmont eine Dame in der Taverne kennengelernt hat und ob er Spielschulden hat. Doch Hermine weist sie zurück, sie wisse nichts derartiges.
  • Corvin und Brannic unterhalten sich über die Unzuverlässigkeit von Roderick in letzter Zeit. Auch Brannic scheint heute etwas neben der Spur zu sein.
  • Corvin blickt auf den Mond. Er überlegt, wie es außerhalb der Stadt sein könnte, ohne Dienst, ohne Verpflichtungen. Ein dumpfes Geräusch ertönt. Zwei Vögel fliegen von einem Dach nach oben. Irgendwas stimmt nicht.
  • Edda läuft langsam die Treppe zur Empore hoch, auf der Lucius und Lord Crimson sitzen. Eine Karte zeigt Mardunien. Einzelne Städte sind markiert. In Iriles setzt Lord Crimson einzelne Punkte, unter anderem bei Vataban. Edda hat bisher noch nicht mitbekommen, dass die Crimsons über Iriles oder Vataban gesprochen hätten.
  • Das Gespräch dreht sich immer noch um die Königsfamilie. Beide scheinen sich einig, dass sie die Stadt nicht so entwickeln können, dass sie die Vorherrschaft in Arandor behalten könne.
  • Lucius wählt klare Worte, die keinen Zweifel lassen. Sie hallen in Edda nach, er ist überzeugt, dass er die Stadt nicht alleine zurück in die Bahn bekommt, er es aber auch nicht alleine machen muss.
  • Lord Crimson dreht sich plötzlich zu ihr und fragt, ob sie noch mehr wissen will.
  • Kaelis öffnet leise die Tür und huscht ohne Geräusche hinein. Weder Hermine noch Vespera haben etwas bemerkt. Er bleibt versteckt und lauscht.
  • Vespera spricht am Ofen mit Hermine. Sie fragt nach Boldan, einem Krieger, den Hermine in letzter Zeit öfter erwähnt hat. Er stammt aus Rulik und ist gerade noch in Ausbildung. In der Kälte von Rulik braucht es kräftige Männer. Vespera hört zu und genießt die Kekse. Doch nach einigen weiteren Geschichten verabschiedet sie sich. Als sie die Türe öffnet, bemerkt sie direkt, dass jemand das Schloss geknackt hat.
  • Brannic und Corvin überlegen weiterhin, was das dumpfe Geräusch war. Sie laufen durch den Vorhof des Königsschlosses. Jemand arbeitet an einem mechanischen Konstrukt. Ein Wächtergolem steht daneben. Ein Gnom und ein Mensch, Goldmann, sind in Arbeit versunken. Die zwei Soldaten fragen, was der Lärm um diese Uhrzeit soll. Goldmann sagt, dass sie den Golem erst heute aus den sianischen Landen per Schiff angeliefert haben und deshalb noch zu Werke sind.
  • Roderick taucht hinter Corvin auf und versucht, ihn zu beruhigen. Er schlägt vor, dass sie den Golem in die Ställe bringen und dort weiter versuchen, ihn zum Laufen zu bringen. Der Gnom, Bilford, berichtet, dass er von der Kurzweyl GmbH geschickt wurde und den Golem entwickelt hat.
  • Roderick nimmt die zwei noch zur Seite und berichtet, dass der König ihn gefragt hatte, wo Lucius Belmont sei. Er ist überzeugt, dass irgendetwas nicht stimmt, der König scheint das Vertrauen in Lucius zu verlieren. Es scheint, etwas vorgefallen zu sein, Lucius hat einen Termin mit dem König verpasst und war in den letzten Wochen wohl sehr in sich verschlossen. Roderick und Lucius teilen nicht viele Meinungen.
  • Morgen ist der große Tag, es kommt alles auf diese Nacht an.

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